Was ist Antrieb?

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Eine gewöhnliche Erinnerungs-App piept einmal. Du wischst sie weg, und die Aufgabe bleibt liegen. Antrieb macht es anders: Es meldet sich wieder. Und wieder. So lange, bis du die Sache erledigt hast.

So läuft eine Erinnerung ab

Du legst eine Aufgabe an und sagst, wann sie fällig ist. Ab diesem Zeitpunkt meldet sich Antrieb über zwei Wege, die unabhängig voneinander laufen.

Beide Wege sind zu Beginn eingeschaltet. Du kannst jeden davon einzeln abschalten – etwa nur Push bekommen und keine E-Mails mehr. Das geht in deinem Profil unter „Worüber Antrieb dich erinnert" und kostet nichts.

Push-Benachrichtigungen

  • Eine Meldung genau zur Fälligkeit.
  • Eine Meldung eine Stunde nach der Fälligkeit.
  • Eine Meldung 2 Stunden nach der Fälligkeit.
  • Danach alle 4 Stunden, solange die Aufgabe offen ist.

E-Mails

  • Eine Meldung 2 Stunden nach der Fälligkeit.
  • Eine Meldung 4 Stunden nach der Fälligkeit.
  • Danach alle 6 Stunden, solange die Aufgabe offen ist.

Du kannst festlegen, wann Antrieb dich in Ruhe lässt – dann ruht die Kette nachts. Was in dieser Zeit fällig wird, kommt gesammelt, sobald sie vorbei ist. Das steht im Profil unter „Wann Antrieb dich in Ruhe lässt" und kostet nichts.

Jede Nachricht sagt dir, die wievielte sie für diese Aufgabe ist. Sobald du die Aufgabe abhakst, hört Antrieb sofort auf – auch mitten in der Kette.

iPhone und iPad: ein Schritt vorweg

Auf dem iPhone bekommst du nur dann Push-Benachrichtigungen, wenn du Antrieb vorher auf den Home-Bildschirm legst. Im normalen Safari-Tab kommt nichts an.

Das ist eine Vorgabe von Apple und gilt für jede Web-App – auch Chrome und Firefox auf dem iPhone können es deshalb nicht, sie verwenden intern denselben Unterbau wie Safari.

  1. 1 Öffne antrieb.app in Safari – nicht in einem anderen Browser.
  2. 2 Tippe unten auf das Teilen-Symbol – das Quadrat mit dem Pfeil nach oben.
  3. 3 Wähle „Zum Home-Bildschirm" und bestätige mit „Hinzufügen".
  4. 4 Starte Antrieb ab jetzt über dieses Symbol. In der Aufgabenliste erscheint dann „Benachrichtigungen erlauben".

Nebenbei bekommst du damit auch die Apple Watch: Erinnerungen landen automatisch dort, wenn die Uhr gekoppelt ist.

Android, Windows und Mac

Hier reicht ein Klick auf „Benachrichtigungen erlauben" in der Aufgabenliste. Der Browser fragt einmal nach, und ab dann kommen die Meldungen an.

Am Rechner gibt es eine Einschränkung

Browser stellen Benachrichtigungen nur zu, solange sie laufen. Schließt du Chrome komplett, wartet die Meldung, bis du ihn wieder öffnest – sie kommt dann verspätet.

In Chrome lässt sich das abstellen: Einstellungen → System → „Apps im Hintergrund weiter ausführen, wenn Google Chrome geschlossen ist".

Verlässlicher ist Antrieb auf dem Handy. Und die E-Mail-Stufe kommt an, egal ob ein Browser läuft – vorausgesetzt, du hast sie eingeschaltet.

Warum eine Erinnerung mehrfach kommt

Push wird pro Browser einzeln eingeschaltet – und jeder eingeschaltete Browser bekommt jede Erinnerung. Wer sie in Firefox, in Chrome und zusätzlich in der installierten Antrieb-App erlaubt hat, sieht dieselbe Meldung dreimal.

Das ist kein Fehler, sondern der Preis dafür, überall erreichbar zu sein: Antrieb weiß nicht, vor welchem Bildschirm du gerade sitzt, also meldet es sich auf allen.

Wo du das änderst

Im Profil steht unter „Benachrichtigungen" die Liste „Geräte, die Erinnerungen bekommen". Dort siehst du jedes angemeldete Gerät mit Namen, seit wann es dabei ist und wann es sich zuletzt gemeldet hat. Das Gerät, an dem du gerade sitzt, ist eigens gekennzeichnet.

Jede Zeile lässt sich einzeln entfernen. Entfernst du ein fremdes Gerät – ein abgegebenes Diensthandy etwa –, merkt das nur jenes Gerät, und zwar daran, dass dort nichts mehr ankommt. Entfernst du das Gerät, an dem du gerade sitzt, geht Push hier aus; du kannst es jederzeit wieder einschalten.

Warum du deine E-Mail-Adresse bestätigen musst

Nach der Anmeldung schicken wir dir eine Mail mit einem Link. Erst wenn du ihn angeklickt hast, geht es los – vorher kommst du nicht in die App.

Das ist kein Formalismus. Ohne diesen Schritt könnte sich jemand mit einer fremden Adresse anmelden, und diese Adresse bekäme von uns Erinnerungen, die sie nie bestellt hat. Darunter würde am Ende die Zustellung für alle leiden – auch deine.

Die Mail kommt nicht an?

Sieh zuerst im Spam-Ordner nach – es ist die erste Nachricht von uns, und die landet dort erfahrungsgemäß am ehesten.

Hast du dich bei der Adresse vertippt, kommt die Mail natürlich nie. Dann änderst du sie im Profil: Das ist die einzige Seite, die auch ohne Bestätigung offen bleibt – genau für diesen Fall. Danach schicken wir die Mail sofort an die neue Adresse.

Was du selbst einstellen kannst

Premium Beim Anlegen oder Bearbeiten einer Erinnerung gibt es „Eskalationszeiten anpassen". Dort legst du für Push und E-Mail getrennt fest, wann die erste und die zweite Meldung kommen und in welchem Abstand danach wiederholt wird. Ohne Premium gelten die oben genannten Standardabstände.

Ob ein Weg überhaupt etwas schickt, entscheidest du dagegen immer selbst – auch ohne Premium. Premium ist das Feintuning der Abstände, nicht das Recht, in Ruhe gelassen zu werden.

Was du an einer einzelnen Erinnerung einstellst, gilt nur für sie. Deine Standardzeiten für neue Erinnerungen stehen im Profil unter „Deine Standard-Erinnerungszeiten" – dort siehst du auch, was gerade gilt, ohne erst eine Erinnerung anlegen zu müssen. Nachsehen kann das jeder; ändern ist Premium-Mitgliedern vorbehalten.

In der kostenlosen Version kannst du bis zu 20 Erinnerungen gleichzeitig offen haben; erledigte zählen nicht mit. Mit Premium fällt diese Grenze weg.

Hell oder dunkel

Im Profil unter „Darstellung" wählst du zwischen hell, dunkel und „wie mein Gerät". Die Voreinstellung ist die letzte: Steht dein Handy abends auf dunkel, wird Antrieb es auch. Die Wahl gilt für das Gerät, an dem du sie triffst – am Rechner kannst du es also anders haben als am Telefon. Sie kostet nichts.

Eine Vorwarnung, bevor etwas fällig ist

Auf Wunsch meldet sich Antrieb schon vor dem Termin – damit du anfangen kannst, statt erst zu erfahren, dass es zu spät ist. Standardmäßig ist das aus; im Profil schaltest du es ein und legst fest, wie lange vorher. Die Vorwarnung kommt nur per Push und wird nicht wiederholt.

Wie Termine geschrieben werden

Im Profil stellst du ein, wie Antrieb Termine formuliert. „Datum" schreibt immer das Datum, „In Bezug auf heute" immer „morgen" oder „vor 3 Tagen", und „Gemischt" nimmt für die nächsten Tage die Bezugsform und danach das Datum. Der Grund für die Mischform: „morgen" versteht man sofort, „vor 47 Tagen" übersetzt niemand in einen Kalender.

Ein Rückblick per E-Mail

Wenn du magst, schickt dir Antrieb jede Woche oder jeden Monat eine kurze Zusammenfassung: was du erledigt hast und was noch offen ist. Standardmäßig ist das aus – du schaltest es im Profil ein, und dort auch wieder aus.

Checklisten in einer Erinnerung

Besteht eine Aufgabe aus mehreren Schritten, kannst du ihr eine Checkliste geben. Beim Anlegen steht der Bereich unter den Notizen – am Telefon zugeklappt hinter „Checkliste hinzufügen", auf dem großen Bildschirm gleich offen. Später kommst du über den Titel der Erinnerung auf ihre Seite und hakst dort die Punkte einzeln ab.

Der Fortschritt steht in der Übersicht neben der Erinnerung. Er ändert aber nichts am Ablauf: Die Erinnerung bleibt offen und meldet sich weiter, bis du sie ausdrücklich erledigst – auch wenn alle Haken gesetzt sind.

Termine an einzelnen Punkten

Jeder Punkt kann einen eigenen Termin bekommen – die meisten brauchen keinen, deshalb sind die Datumsfelder erst einmal ausgeblendet. Über der Checkliste steht „Termine einblenden"; die Einstellung merkt sich Antrieb für diese Erinnerung.

Hat ein Punkt einen Termin, kannst du die Erinnerung danach ausrichten. Unter „Erinnert wird ab" wählst du zwischen deiner eigenen Fälligkeit, dem nächsten offenen Punkt und dem letzten offenen Punkt. Richtest du dich nach den Punkten, rückt nach jedem Haken der nächste nach; ist keiner mehr offen, gilt wieder deine eigene Fälligkeit. Welcher Punkt gerade den Ausschlag gibt, steht in der Liste dabei – sonst wirkt ein abweichendes Datum wie ein Fehler.

Ausgeblendet werden nur die Eingabefelder, nie ein Termin: Ein Punkt mit Frist zeigt sie weiterhin an.

Notizen, Links und Kommentare

Zu jeder Erinnerung gehört ein Notizfeld – für das, was du beim Erledigen wissen musst. Es steht direkt beim Anlegen zur Verfügung und lässt sich jederzeit ändern.

Dazu kannst du Links hinterlegen: die Adresse einer Bestellung, eines Formulars, eines Dokuments in der Cloud. Antrieb ruft sie nie selbst ab und legt keine Kopie an – gespeichert wird die Adresse, mehr nicht. Erst wenn du daraufklickst, geht dein Browser hin.

Und es gibt Kommentare. Bei einer Erinnerung, die nur dir gehört, sind sie ein Notizverlauf mit Datum – anders als die Notiz oben bleibt jeder Eintrag stehen. In einer gemeinsamen Liste sind sie der Ort, an dem ihr euch zu einer Erinnerung austauscht; über jedem steht, von wem er ist. Löschen kann einen Kommentar, wer ihn geschrieben hat, und wer die Liste verwaltet.

Zwei Arten zu filtern – und der Unterschied zählt

Beides findest du unter „Anzeige" – am Handy im Menü oben links, am Rechner rechts über „Neue Erinnerung".

Die Chips unter „Angezeigt" blenden eine Liste dauerhaft aus. Das überlebt Abmelden und Gerätewechsel und beantwortet die Frage: Was will ich gar nicht mehr sehen?

Das Auswahlfeld „Zeige" darüber gilt dagegen nur für den Moment: Du siehst kurz eine Liste allein, deine Einstellungen bleiben unverändert, und mit „Alle anzeigen" bist du wieder überall. Die Auswahl bleibt dabei stehen, während du arbeitest – beim Abmelden ist sie weg.

Fokussierst du auf eine Liste, die du dauerhaft ausgeblendet hast, siehst du sie trotzdem – sonst wäre die Liste leer, und das sähe wie ein Fehler aus.

Wiederkehrende Erinnerungen

Manches kommt immer wieder: die Miete, der Zählerstand, ein Geburtstag. Dafür gibt es Vorlagen – du richtest den Rhythmus einmal ein, und Antrieb legt die Erinnerung von selbst an, wenn es so weit ist. Zu finden unter „Wiederkehrend".

Diese Rhythmen gibt es

  • Alle paar Tage oder Wochen – zum Beispiel alle 2 Wochen
  • An einem bestimmten Wochentag – zum Beispiel jeden Montag
  • An einem bestimmten Tag im Monat – zum Beispiel jeden 15.
  • Am n-ten Wochentag im Monat – zum Beispiel am ersten Montag im Monat
  • Einmal im Jahr – zum Beispiel jedes Jahr am 24.12.

Du kannst festlegen, ab wann die Vorlage laufen soll, und wie viele Tage vor der Fälligkeit die Erinnerung in deiner Liste auftauchen soll. Eine Vorlage lässt sich jederzeit pausieren und wieder fortsetzen; bereits angelegte Erinnerungen bleiben davon unberührt.

Die erzeugte Erinnerung ist eine ganz gewöhnliche: Sie sieht aus wie eine von Hand angelegte, hat dieselbe Eskalationskette und lässt sich genauso bearbeiten, verschieben oder löschen. Im Verlauf steht, dass sie aus einer Vorlage stammt.

Gemeinsame Listen Premium

Manche Aufgaben gehören nicht dir allein – der Müll in der WG, die Vorbereitung einer Reise, was zu Hause ansteht. Dafür kannst du eine gemeinsame Liste anlegen und andere über ihre E-Mail-Adresse einladen. Eingeladen wird nur, wer schon ein Antrieb-Konto hat.

Zum Premium-Hinweis, damit es keine Überraschung gibt: Anlegen darf jeder. In einer Liste darf aber höchstens ein Mitglied ohne Premium sein – sobald zwei Leute wirklich teilen, braucht also mindestens einer eine Mitgliedschaft.

Du entscheidest je Erinnerung, ob sie in eine Liste gehört. Alles andere bleibt deins. Was du hineinlegst, sehen und bearbeiten die Mitglieder – und erinnert wird standardmäßig die ganze Runde. Ziehst du eine Erinnerung wieder heraus, gehört sie sofort wieder dir allein.

Willst du nicht die ganze Runde behelligen, trägst du eine zuständige Person ein. Dann meldet sich Antrieb zuerst nur bei ihr – und erst, wenn die Erinnerung liegen bleibt, bei allen. Nach wie vielen Erinnerungen das passiert, legst du daneben fest; voreingestellt sind 10. Lässt du das Feld leer, bleibt es dauerhaft bei der zuständigen Person.

Auch eine Vorlage für Wiederkehrendes kannst du einer Liste zuordnen – „Müll rausbringen, jede Woche" für die WG. Fällt die Liste weg, weil du sie verlässt oder sie gelöscht wird, pausiert die Vorlage von selbst, statt Erinnerungen anzulegen, die niemand sieht. In deiner Vorlagen-Liste steht dann, warum. Kommst du zurück, läuft sie weiter; was in der Zwischenzeit ausgefallen wäre, wird nicht nachgeholt.

Der Verlauf einer Erinnerung

Jede Erinnerung führt ihren eigenen Verlauf: wann sie angelegt und bearbeitet wurde, wann eine Nachricht hinausging, wann Haken gesetzt und wieder entfernt wurden, wann Links oder Kommentare dazukamen – und wann sie erledigt oder wieder geöffnet wurde. In einer gemeinsamen Liste steht auch dabei, wer es war.

Der Verlauf lässt sich nicht ändern. Das ist Absicht: Er beantwortet die Frage, warum eine Erinnerung kam – oder warum nicht. Der Wortlaut gelöschter Kommentare steht allerdings nicht darin; dort ist nur vermerkt, dass einer entfernt wurde.

Erledigte Erinnerungen bleiben lesbar, aber unveränderlich. Du kannst sie wieder öffnen, wenn sich etwas doch nicht erledigt hat – oder sie endgültig löschen. Das Löschen lässt sich nicht rückgängig machen, deshalb fragt Antrieb vorher nach.

Deine Statistik

Unten im Fußbereich findest du „Statistik" – eine Seite, die nur deine eigenen Zahlen zeigt: wie viele Erinnerungen du erledigt hast, wie viele Nachrichten dafür nötig waren, wie viele davon du pünktlich abgehakt hast und wie spät die anderen im Schnitt waren.

Sie ist als Rückmeldung gedacht, nicht als Bewertung. Niemand außer dir sieht diese Zahlen.

Antrieb ist noch Beta

Die App ist jung, und du gehörst zu den Ersten, die sie benutzen. Wenn etwas nicht funktioniert, fehlt oder nervt: Sag es uns.